Flimmerstunde und Zitterbacke

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Flimmerstunde und Zitterbacke
Leseprobe
 

Ein realer Weltverbesserer

Während der umtriebige Kobold Pittiplatsch dem Märchenland entstammte, war unser Alfons doch ziemlich real vorhanden und konnte an jeder Straßenecke angetroffen werden. Vielleicht hatte ihn sein Nachname „Zitterbacke“ dazu animiert, seine Umwelt besonders kritisch zu betrachten. Alle Welt machte sich darüber lustig. Im Reim mit „Hühnerkacke“ wurde das ganze Dilemma deutlich und diesen Makel wollte der Junge keinesfalls auf sich sitzen lassen. Zitterbacke war ein tapferer Bursche. Er steckte das alles weg, auch wenn es ihm schwer fiel.

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Alfons zeigte sich bei seinen „Weltverbesserungen“ immer wieder als ein wahrer Pechvogel. Was er auch anpackte, es ging erstmal schief. Seine oft unfreiwilligen selbst verschuldeten Abenteuer ließen uns mitfühlen. Ihr schreckliches Ende, die laufenden Missgeschicke und Verhängnisse hatten wir selbst erlebt. Aber so schadenfroh lachen konnten wir darüber nur bei Alfons.

Die legendäre Kinderbuchfigur, von Gerhard Holtz-Baumert erfunden, trieb sich in mehreren Büchern herum. 1966 entstand auch noch ein  DEFA-Film von Regisseur Konrad Petzold zum Leben des lausbübischen Weltverbesserers. Als ein heutiger Klassiker der DDR-Kinderfilme hat er inzwischen Generationen von Filmfans begeistert. Verfilmt wurde die Geschichte nach den Kinderbüchern "Alfons Zitterbacke" (1958) und "Alfons Zitterbacke hat wieder Ärger" (1962). Schmunzelnd erinnern wir uns an die Geschichten über seinen Wellensittich, die Gespensterbahn, einen falschen Betrunkenen, den ersten Kopfsprung, den Karpfen Zumbo und eine große Schlange, den Feueralfons und eine Posaunenlawine. Nicht einmal Nudeln mit Tomatensoße, eines seiner Lieblingsgerichte gelangen ihm auf Anhieb, vom Kompass lesen ganz zu schweigen. Immerhin hatte seine beste Freundin Micki große Hochachtung vor Alfons trotz seines Namens. Er hatte die Gespenster in der Geisterbahn auf dem Rummelplatz siegreich bekämpft..........   

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Buchumschlag der 1.Auflage, Kinderbuchverlag Berlin, 1958